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Bedarfswirtschaft

Leben im Einklang mit unserer Umwelt bedeutet nur das zu verbrauchen, was tatsächlich gebraucht wird

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Die Folgen unseres, auf Wachstum basierten Handelns, sind heute nicht mehr wegzudiskutieren. Viele Vor- und Querdenker unserer Zeit weisen vehement darauf hin und bieten zum Teil neue Modelle und Methoden an, dem zu begegnen und in einer Art und Weise mit unseren Ressourcen umzugehen, die auch zukunftsfähig ist. Doch niemand von ihnen stellt das zugrunde liegende Prinzip in Frage, und damit die grundsätzliche Art und Weise unseres Wirtschaftens, oder entwirft gar ein von Grund auf neues Modell.

Vermutlich weil die Gefahr besteht, dass dieses neue Modell von der Allgemeinheit als Utopie oder sogar als Dystopie abgetan wird, werden in den bisherigen Abhandlungen die tatsächlichen Ursachen unseres Handels nur oberflächlich analysiert. Stattdessen werden Zwischenlösungen vorgeschlagen, die praktisch auf dem kritisierten Handeln basieren und somit der beabsichtigten Veränderung, die sie bewirken sollten, selbst im Wege stehen. Dabei wird leider von uns allen vergessen, dass Vorstellungen nur dann zur Utopien werden, wenn wir Menschen sie für unmöglich halten, oder gar absichtlich dafür sorgen, dass sie nicht Wirklichkeit werden können.

Hier setzt die Idee der Bedarfswirtschaft an, die nichts weniger als eine bewusste,  evolutive Veränderung unseres Denkens an sich fordert, um tatsächlich den Ursachen der heutigen Missstände und Fehlentwicklungen unseres Handelns auf den Grund zu gehen und sie dauerhaft zu verändern. Nach meinem Empfinden, um als Spezies „Mensch“ überleben zu können, müssen wir, die Menschen, das bisherige „alte Denken“ ablegen und bewusst ein „neues Denken“ entwickeln, das die bisherigen Erfahrungen aus einem anderen, neuen Blickwinkel betrachtet und sie somit für unsere unbedingt notwendige Weiterentwicklung sinnvoll verwendet und in diese integriert.

Dafür ist es allerdings notwendig, dass wir Menschen die Ursachen unseres Handelns erkennen und uns bewusst werden, dass auf dem Weg der Weiterentwicklung das Denken uns sowohl eine Hilfe als auch ein Hindernis sein kann. Wir müssen lernen, dass gedachte Vorstellungen, obwohl sie nur eine Annäherung an die tatsächliche Wirklichkeit sein können, stets einen sehr starken Einfluss auf unsere Handlungsweise haben. Bewusst zu sein bedeutet auch die Fähigkeit zu entwickeln, über das eigene Denken kritisch reflektieren zu können. Mit anderen Worten, zwischen dem, was das LEBEN ist, und dem, was wir darüber denken, dass das LEBEN sei, unterscheiden zu können.

Wir müssen lernen zu erkennen, dass die von uns so begehrte Sicherheit, oder besser gesagt das Empfinden eines Fehlens der Sicherheit, nämlich auch eine Folge unserer Fähigkeit uns selbst bewusst zu werden und denken zu können ist. Eine solche Erkenntnis kann uns, individuell und kollektiv, sehr hilfreich sein, wenn wir bedenken, dass wir Menschen instinktiv und unbewusst fast alles tun würden, um das Gefühl in „Sicherheit“ zu sein erleben zu dürfen.

Wenn wir Menschen als Spezies auf einem gesunden Planeten und in einer relativen Sicherheit überleben wollen, dann müssen wir das Wirtschaften von dem Zwang des Verkaufs befreien und zum Werkzeug für das Abdecken des tatsächlichen Bedarfs des Lebens weiterentwickeln. Das Recht zu leben ist ein implizites Recht eines jeden Lebewesens und kein Recht, das sich ein Lebewesen „verdienen“ muss. Das Leben bekommen wir geschenkt und deswegen sollten auch wir uns in unserem Handeln auf das gegenseitige Schenken konzentrieren und miteinander und mit unserer Umwelt solidarisch und in Kooperation leben.

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Sie haben gerade die Einleitung meines Artikels zur Grundsatzidee der Bedarfswirtschaft gelesen. 

Interessiert? Dann lessen Sie bitte hier weiter.

 

15.04.2018 - So könnte das globale solidarisch-kooperative Netzwerk der Menschheit aussehen:

 

 

Ein solches Netzwerk würde den ganzen Planeten umspannen und wäre selbsterhaltend. Es würde dafür sorgen, dass Entscheidungsfindung und, in Notsituationen, die Leistung von Hilfe und Unterstützung erst lokal und, bei tatsächlichem Bedarf, wellenartig mit und aus dem ganzen Netzwerk stattfinden können.

Das Wabenprinzip der Bedarfswirtschaft könnte eine möglichst hohe lokale Autarkie und gleichzeitig eine selbstverständliche globale Solidarität sicherstellen. Durch ein flexibles Netzwerk kleiner Gemeinschaften die, mit Unterstützung neuestes technologischen Fortschritts, nur das produzieren und verbrauchen, was tatsächlich gebraucht wird, würden wir Menschen im Einklang mit allen anderen Lebewesen und mit unserer Umwelt leben können.

 

Cristian Dodita